So, liebe Freunde der gesunden Lebensweise.

Der kommenden Blog-Eintrag wird sich mit dem Thema "Basenfasten" beschäftigen.

Im Rahmen der "normalen" Fastenzeit, in den Tagen zwischen Karneval und Ostern werden meine Frau und ich eine Basen-Fasten-Woche einlegen.
In diesen Tagen werde ich von meinen und unseren persönlichen Erfahrungen, dem Essen, dem Schlafen und unseren Emotionen berichten.

Doch bevor es nun richtig losgeht, möchte ich das Thema Basenfasten einmal neutral aufarbeiten.

Was ist der theoretische Hintergrund, was meint man mit dem Begriff Basenfasten und wie kann man beginnen.

Das Basenfasten wird generell als eine Kur betrachtet, das heisst, die Zeit des Fastens ist zeitlich limitiert. Bei uns wird das eine Woche sein.
In dieser Zeit wird die Nahrung auf Produkte umgestellt, die ausschliesslich basisch verstoffwechselt werden. Es werden keine Säuren im Körper gebildet.
Der Köper entsäuert dadurch. Die Säuren blockieren viele Stoffwechselprozesse wie zum Beispiel den Fettabbau. 

Doch wie sieht an dieser Stelle nun die Ernährung aus: Obst und Gemüse gehört auf den Teller, das ist eigentlich selbstverständlich. Doch leider ist das im Alltag der meisten nur rudimentär vertreten und wird durch Fleisch und Milchprodukte in den Hintergrund gedrängt. In der Basen Kur wird nun eben dieses Gemüse zum Hauptdarsteller. Kurz gesagt: kein Fleisch, kein Kaffee, kein Saft, keine Milch, kein Käse, kein Zucker, keine Butter... nur Obst, Gemüse, Olivenoel und ... das ist meine Rettung... Kartoffeln. Dadurch wird der Körper entlastet.

Hier kann ich Euch die Seite und den Blog von Sabine Wacker ans Herz legen. Auf der Seite basenfasten - die wacker-methode® - gesund genießen findet Ihr viele weitere Informationen zum Thema Basenfasten, Ernährungskunde und viele leckere Rezepte. Den Link dazu findet Ihr unten.

Ein Auszug:
"Erfahrungsgemäß nimmt man bei einer siebentägigen basenfasten Kur bis zu 4 kg Gewicht ab. Sehr gute Erfahrungen haben wir außerdem in über 20 Jahren Praxiserfahrung bei vielen chronischen Erkrankungen gemacht. Dies sind vor allem Rheuma, Fibromyalgie, Asthma, Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, schwere Formen von Neurodermitis uvm.

Auch der kosmetische Gewinn kann beträchtlich sein. Schon nach einer Woche wird die Haut in vielen Fällen deutlich reiner und straffer, das Bindegewebe gestärkt und die Augen klarer."

In unserem Blog möchte ich gerne meine persönlichen Erfahrungen aus dieser Kur teilen.
Mehr folgt in dem nächsten update. Bis bald.... euer Ingo

--------- Update vom 22.2.2021 ----------

Thema: Darmentleerung:

Ja, klingt "schmerzhaft und spaßfrei", ist es auch,  aber es gehört dazu. An dieser Stelle verzichten wir auf Fotos!
Damit die Basenkur auch richtig starten kann, sollte der Darm vor, oder mit der Umstellung der Nahrung entleert werden. Alte Ballaststoffe und Schlacke sollten den Körper verlassen.

Dazu können mehrere Methoden zum Ziel führen.
1. Der klassische Einlauf mittels Irrigator, Schlauch und Darmrohr.
Der Irrigator ist der "Eimer", das Gefäß, dass unten, knapp oberhalb des Bodens einen Auslass hat. Er wird mit dem Schlauch mit dem Darmrohr verbunden. Gefüllt mit lauwarmen, körperwarmen Wasser wird nun das Rohr in den Enddarm eingeführt, man legt sich auf die linke Seite und spült nun mit hebender Bewegung den Darm durch. Alles abbauen und reinigen und dann bitte in Toilettennähe aufhalten.
Fazit: wer es gründlich mag und die Prozedur nicht scheut ist hierbei bestens aufgehoben.

2. Einlauf "light" mit z.B Frekaclyss
Dieser kleine Einlauf ist gebrauchsfertig mit einem kleinen Schlauch. Der Inhalt wird in dem Enddarm verabreicht. Ihr haltet euch entspannt in der Nähe der Toilette auf und dann habt ihr das auch schon hinter euch. 
Fazit: Immer noch spaßfrei - aber geht.

3. Glaubersalz oder Bittersalz:
Ein Klassiker ist Glaubersalz zur Darmreinigung. Chemisch ist das Glaubersalz Natriumsulfat, Bittersalz Magnesiumsulfat. Beide Salze haben stark hygroskopische Eigenschaften. Einmal im Darm angekommen wird viel Wasser gebunden, das Volumen im Darm erhöht und der Reflex zum Abführen ausgelöst. Da das Ganze aber den ganzen Verdauungtrakt passieren muss, ist Spaß auf Dauer vorprogrammiert. Erst nach Stunden fühlt man sich wirklich wieder wohl.
Fazit: Einmal und nie wieder

4. Fertige Lösungen zur Darmreinigung - z.B. Moviprep
Diese Pulver werden mit einer definierten Wassermenge vermischt und sind speziell zu diesem Zweck entwickelt worden und damit deutlich besser bekömmlich als das klassische Glaubersalz. Aber auch teuer.
Fazit: Wer es lieber peroral, also trinken möchte ist hier gut beraten.

Am Samstag steigen wir in unsere Fastenwoch ein, dann geht es weiter.

Machts gut bis Samstag -  Ingo

---------- Update 26.2.2021----------

So, heute Abend geht es los.

Ich möchte noch einen kurzen Exkurs in das Thema "Kaffeeentzug" wagen.

Ein Thema welches ich bisher völlig ausser Acht gelassen habe, ist der Verzicht auf Kaffee und koffeinhaltige Getränke.
Ja, dazu gehört auch Schwarz-Tee.

Was macht Koffein in unserem Körper? Koffein wirkt erweiternd auf Blutgefäße und verbessert die Hirndurchblutung. Regelmäßiger, über den Tag verteilter Kaffeekonsum, führt schon fast zu einer Dauererweiterung der Blutgefäße. Kaffee ist für viele von unverzichtbar und gehört zu einem "Standartgenussmittel", Viele sind sehr daran gewöhnt. 
Wie sehr, das zeigt nun auch das Experiment "Basenfasten". Lassen wir den Kaffee nun abrupt weg, kommt es zu einer Verengung der Blugefäße. Besonders die Hirnblutgefäße erzeugen einen migräneartigen Kopfschmerz, der über Tage anhält. Auch Rücken und Gelenkschmerzen sind keine Seltenheit. Durch den andauerenden Koffeinbeschuss hat sich der Körper, insbesondere der Kopfbereich an die Erweiterung der Blutgefäße gewöhnt. Lassen wir den Kaffee weg, ziehen sich die Blutgefäße zusammen, das Blut hat nun weniger Raum zur Verfügung und erzeugt quasi einen Druckschmerz, der besonders im Gehirn in Form von Kopfschmerz wahrgenommen wird. Gefühlt hat man über Tage einen Helm auf und fühlt sich wie Darth Vader ohne Mojo. Klingt wirklich bescheiden - ist es auch, ABER nach 2-3 Tagen verzieht sich der Nebel, der Helm ist weg und man ist klarer im Kopf als jemals zuvor. Es lohnt sich!!!

Wie könnt Ihr das vermeiden? Reduziert einfach kontinuierlich langsam den Koffeinkonsum bis zum Stichtag. 
Das Gleiche empfehle ich übrigens auch bei dem Genuss von Haushaltszucker - ein großes Thema.

So und jetzt gönn ich mir meine letzte Tasse Kaffee - ich werde morgen Kopfschmerzen habe, da muss ich halt durch.

---------- Update 28.2.2021 ----------

Es geht los, der zweite Tag ist um. Wie geht es mir, was habe ich ich gesessen und was "darf" man Essen? Darum geht es heute.

Zuerst ein kurzer Abriss  zu den schlechten "verbotenen" Lebensmitteln

Verboten sind:
- jede Art von Fleisch: Schwein, Kalb, Rind, Wild und Geflügel. Dazu gehören auch deren Produkte wie Wurstwaren, Schinken, Fleischbrühen. Ebenso sollte man auch auf Fisch und Schaltentieren verzichten. Also mal keinen Lobster.
- Milch und alle Milchprodukte - Käse, Butter Quark und Yoghurt.
- Fettarme Produkte
- Eier
- Senf und Essig 
- Hülsenfrüchte, auch Sojabohnen und Sojaprodukte
- Spargel, Rosenkohl, Artischocken
- alle Nüsse, außer(!) Mandeln und frischen Walnüssen
- köhlensäurehaltige Getränke
- Zucker und alle Süßigkeiten, Honig und deren Produkte, auch Rohrzucker
- Kaugummi, egal welche, das stimuliert die Produktion der Magensäure
- Eis, auch Wassereis
- alle Vollkornprodukte, alle Weizenprodukte.... d.h alle Backwaren! alle Teigwaren... Stichwort Nudeln
- Reis, und Reisprodukte
- gehärtete, raffineriete Öle, billige Salatöle.
- jede Art von Kaffee, scharzer Tee, grüner Tee, Früchte Tee und Rooibostee.
- Softdrinks (enthalten Zucker)
- Alkohol
- Knoblauch und Bärlauch

Ja und jetzt denkt Ihr euch sicher: Was darf man denn? Warum tut man sich das an?

Zwischen den Zeilen gelesen oben, gibt es dennoch viele Produkte, die durchaus gut schmecken und uns zur Verfügung stehen.'
Da gibt es viele Gemüse, Obstsorten, Salat und Kartoffeln. Für mich ist die Kartoffel essentiell, da ich schon etwas brauche mit dem man "durch den Tag" kommt. Ich darf noch arbeiten und muß mich dabei konzentrieren können, nur mit Obst geht das nicht.
Zu Trinken gibt es in der Fastenwoche stilles Wasser und Kräutertee... sonst nichts. Ist nicht spannend, aber es geht.

Das Frühstück bestand heute aus einem Früchteteller mit Bananen, Apfel und Mango. Angereichert wird das Ganze dann mit in Mandelmilch geqollenen Chiasamen und gehackten Mandeln. Etwas versüßen kann man das dann mit Mandelmus.
Also ehrlich - das ist schon lecker. 

Als Mittagessen gab es heute einen Kartoffelauflauf garneirt mit Pilzen, Lauchzwiebeln, Kürbis, Tomaten und frischen Käuter und gerade haben wir uns noch eine Kürbissuppe mit Ingwer, Kokosmilch und eiunem Schuß Kürbiskernöl gemacht.
Würzen kann man mit Pfeffer, Salz, Paprika und Muskatnuss.Dazu kann man noch einen Salatessen, statt Essig nimmt man Zitronensaft.

Das klingt ja schon alles ganz positiv, aber wie fühle ich mich dabei?
Und muß ich ehrlicherweise sagen - geht so. 
Gestern habe ich zwar gut den Obstteller verputzt, hatte aber beim Arbeiten permament Hunger. Auch ein Apfel und eine Banane haben da nicht viel geholfen. Nach dem Mittagessen (was echt nötig war) war ich wieder an Deck und konnte Joggen gehen.
Als Snack für "Zwischendurch" empfehle ich Mandeln.

Heute war es alles schon besser, (Der oben beschriebene Kopfschmerz ist so gut wie ausgeblieben. Ich habe schon einige Tage vorher den Konsum reduziert.) Heute Morgen habe ich noch 3 Stunden gearbeitet, gekocht und den Garten umgegraben. 
Nur bin ich in Phasen schon sehr müde und kann dann richtig schlafen.

Fazit nach 2 Tagen:
Mir geht es gut, nur die Superkäfte lassen noch auf sich warten.

      

Morgen beginnt wieder die Woche. Es gibt Himbeer - Mandelporridge, Bratkartoffeln mit Paprika, etwas spicy und Abends wieder eine Suppe.
Machts gut.

---------- Update 2.3.21 ----------

Leute, heute war ein guter Tag.

Ich habe mich den ganzen Tag über motiviert Gefühlt, hatte einen ordentlichen Tatendrang und war so gar nicht müde. An die Ernährungsumstellung habe mich schon gewöhnt.
Zum Frühstück gab es heute einen (wie fast immer) Obstteller, mit Banane, Apfel, Blaubberen und etwas Ananas. Damit das Ganze einen müsliähnlichen Charakter bekommt, 
habe ich Mandelmilch mit Erdmandelpulver erwärmt und quellen lasse. Gibt man Kokosflocken dazu bekommt es sogar noch etwas "biss".
Das war schon mal sehr lecker. Den Kaffee brauche ich nicht mehr um wach zu werden. Es geht locker ohne. Ist wenn dann etwas für den Geschmack.
Um 10:00 brauchte ich dann noch einen weiteren Apfel um den Hunger bis zur Mittagspause in Grenzen zu halten. 
Das Basen-Fasten Mittagessen bestand heute dann aus Blumenkohl, fein gehackt wie Reis und angebraten mit einer Sauce aus Brokkoli, Tomate und ein paar Mandelstiften.
Am Nachmittag hatte ich noch genug Energie für eine Tour mit dem Rennrad.
Zur Entspannung empfehle ich ein Basenbad.
Fazit: Stimmung +, Kopfschmerzen 0, Energie+, Hunger -+ Superkräfte ++

    

---------- Update 4.3.221 ----------

Tag 5  - war heute ganz Ok. Viel Arbeit. Ich kam wirklich gut durch den Tag. Was mir heute morgen noch aufgefallen ist:
Normalerweise brauche ich, wie viele Menschen unserer Zeit, abends mal einen Nasenspray. Die Nase ist zu und ich kann nicht richtig atemen.
Da hilft ein abschwellendes Nasenspray dann mal ganz gut. Ich komme dann mit einem Kinder-Nasenspray gut zurecht. Aber jetzt, ohne Alkohol, ohne Kaffee brauche ich das so gar nicht. 
Beide Stoffe stellen die Blutgefäße weit, die Nasenschleimäute bekommen mehr Zellwasser und schwellen an, die Nase ist zu. Fehlt hier aber der Beschuß mit Koffein und gelegentlich etwas Alkohol, geht das schon fast von alleine.
Also, alle die die schon Probleme haben, sollten ergänzend schon mal auf Kaffee und den Alkohol verzichten. Da ist dann ein guter Start aus der Abhänigikeit. 
Und was gibt es noch, ich schwitze nicht mehr. Gar nicht. Nicht bei Stress, oder mäßiger köperlicher Belastung. nur beim Sport. Hier gilt ... Leute, probiert es aus!

Warum sind denn nun die Säuren so schädlich für unseren Körper?
Essen wir zu lange und zu viel Säurebildner, also Produkte die im Köper sauer verstoffwechselt werden, können diese überschüssigen Säure nur unzureichend vom Körper ausgeschieden werden, der Körper lagert diese ein und das gerne im Bindegewebe.
Dadurch kann die gefürchtete Orangenhaut entstehen. Die Säuren können aber auch in Gelenken abgelagert werden; Gicht und Arthrose können die Folge sein. Nimmt man dauerhaft zu viel Säuren zu sich, bleiben diese dauerhaft im Körper und blockieren die täglichen Stoffwechselarbeiten. Auch hormonelle Störungen, Zykusstörungen, prämenstruellem Syndrom (Pms)  oder verstärkte Wechseljahrebeschwerden können die Folge sein. Überschüssige Säure behindert die Fettverbrennung, das Abnehmen. Mit jedem Versuch der Gewichtsreduktion, sollte auch eine Reduktion der Säuren einhergehen.
In kleine Mengen aufgenommen stören den Köper nicht, ein Übermaß jedoch verbraucht das Basendepot und das Gewicht wird gestört. 
Mit diesem Basen-Fasten wollen wir die überschüssigen Säuren abbauen, das Basendepot stären und das Gleichgewicht wieder herstellen. 

---------- Ende 5.3.2021 ----------

Das ist mein Abschlussbericht, heute ist der letzte Tag:
Ich habe den Tag mit einem tollen, leckeren Frühstück bestehend aus Kokos-Mandel-Porridge begonnen. Das gab mir gut Kraft bis zum Mittag.
Heute habe ich in der Apotheke nicht selber gekocht, es gab die Kartoffel-Brokkoli Suppe von gestern. Und jetzt.... ja ich muss sagen ich habe schon Hunger und richtig "Bock" auf was anderes zu Essen. Mal sehen was ich mir heute Abend so mache. 

Jetzt aber zu der Frage: was hat mir diese Woche gebracht? Hat sich das gelohnt?

Ja - auf jeden Fall.
Ich habe meinen Körper besser kennengelernt, brauche gar keinen Nasenspray mehr, ich schwitze so gar nicht mehr und mein Geist ist klar. Was will ich mehr?
Es hat meinem Körper geholfen überschüssige Säure abzubauen und das Basendepot aufzufüllen. Ich fühle mich gut - sehr gut sogar.
Gewicht: ich bin um 1 Kg leichter geworden, klingt nicht viel, ist aber bei 73kg Ausgangsgewicht in Ordnung. Leichter möchte ich aber auch nicht werden. Wichtig aber, der kleine Bauchansatz, den man mit 50 haben darf, ist weg.
Das Basenfasten ist gut für das Gleichgewicht im Körper und wenn Ihr Stoffwechselprobleme habt, kann ich es Euch nur empfehlen.
Ihr solltet nur, je nach Beschwerden, diese Ernährungsumstellung mit dem Arzt absprechen.
Alleine der Verzicht auf Alkohol und Kaffee ist schon ein Anfang und tut jedem Körper gut.

Also macht es nicht gut, sondern nach!
Stay safe
Ingo

Links:
basenfasten - die wacker-methode® - gesund genießen

 

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Stöbert einfach mal durch unseren Blog - Für Fragen und Anregungen stehen wir gerne zur Verfügung.

Wir wünschen Euch alles Gute

Ingo Blümlein mit Ines, Isabell und Andrea

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