Unsere Apotheke - unsere Geschichte

Unsere Apotheke - unsere Geschichte

Die bisher bekannte älteste Nachricht über die Ausübung des Apothekerberufes in Emmerich gibt uns eine Eintragung im Bürgerbuche der alten Rhein und Hansestadt aus dem Jahre 1494, wo ein Apothekermeister Albert van Mewick das Bürgerrecht erwirbt. Die Einwohnerzahl Emmerichs zu jener Zeit ist nicht genau bekannt, doch darf man aus gewissen Umständen schließen, daß um 1.600 gelegen hat. Auf anderen Blättern werden genannt: 1579 ein Kruitkremer Joh. Peterle, 1748 Joh. Nikolaus Stuhlman (besaß die Approbation des Berliners Obermedizinalkollegiums), Friedrich Stuhlmann (vermutlich ein Sohn des vorherigen), Fr. Joh. Rys, approbierter Apotheker, der bei seinem Vater in Amsterdam gelernt hatte und inzwischen schon in Rees und Nymegen tätig gewesen war. 1750 wurde Wilhelm van Zutphen Nachfolger des J.N. Stuhlman.

Welche Apotheken diese innehatten bzw. wo sie lagen, ist nicht bekannt. In den analen der Stadt Emmerich sagt Dedrich, das zur Zeit Friedrich des Großen hier vier Apotheken bestanden, wie auch aus Schriftstücken über eine am 19. Okt. 1771 stattgefundene, durch das Oberkollegium Medicum veranlaßte Dissitation hervorgeht. Es waren die Gimbornsche, die Schmidtsche, die Rittersche und eine der Witwe Schurman gehörende. Die ältere diese ist die Adlerapotheke, welche die Löwenapotheke war läßt sich nicht feststellen. Aus den Disitationsberichten wird man auf die Rittersche schließen.

Nach diesen Berichten wurde die Gimbornsche Apotheke in gutem Zustand befunden und, damit dieselbe auch fernhin in guter Verfassung bliebe, dem Inhaber, Matthias Julianus von Gimborn, die Zusicherung gegeben, das bei einer künftig etwa erachteten Reduktion der überflüssigen Apotheken, die seinige nach seinem Tode beibehalten werden solle. Die Schmidtsche Offizin wies zwar keine großen, aber doch hinlänglichen Vorräte auf. Auch die Ritter´sche befand sich in sehr gutem Zustand, weshalb auch ihrem Inhaber das fortbestehen derselben zugesagt wurde. Dagegen wurde die Schurmann´sche in schlechter Verfassung angetroffen, und der Witwe Schurmann unter Strafandohung anbefohlen, ihre Apotheke innerhalb von 2 Monaten instand zu setzen. Der die Dissitation durchführende Hofrath Jäschke liquidierte pro Apotheke 16 Taler und 6 Groschen, wovon jeder Apotheker die Hälfte zu tragen und innerhalb vier Wochen an den Rath und Mandanten des Oberkollegiums Dr. Mochsen einzusenden hatte. Für von Gimborn wurde der Betrag mit Rücksicht auf dessen starke Familie auf 4 Taler herabgesetzt. Die Kanzlei- und Stempelgebühr betrug einen Taler drei Groschen, für Schmidt und die „Schurmannin“ jedoch einen Taler vier Groschen sechs Pfennig, vielleicht weil dort mehr zu rügen gewesen war.

In der folgenden Zeit verringerte sich die Zahl der Apotheken in Emmerich zunächst auf drei, dann auf zwei, wie es bereits 1822 und auch schon früher gewesen war. Die übrig gebliebenen waren die Löwen- und die Adlerapotheke.

Doch kehren wir zu der Reihe der in den alten Büchern als Apotheker bezeichneten Einwohnern zurück. Dabei kommen wir zunächst auf einen Namen der heute noch in Emmerich geläufig ist: von Gimborn. Der erste dieses Namen der in Emmerich ein Apotheke besaß, war der 1721 in Zevenaar in Holland als Sohn eines Dr. Von Gimborn geborene Matthias Julianus v. Gimborn. Es handelt sich hierbei um die Adlerapotheke, die 1721 entstanden sein soll  und sich immer in der Steinstraße, wie heute noch, befand. Seine weiteren Nachfolger sind sein 1769 geborener Sohn Johann Reiner, dessen 1801 geborener Sohn Theodor Caspar, dessen Sohn und Urenkel Heinrich. Danach kam die Apotheke an Wilhelm Disselmann aus Münster und 1909 übernahm sie dessen Sohn Paul, dessen Witwe jetzt (1939) Eigentümerin ist.

Mit den Männern, die dann im vorherigen Jahrhundert noch den Apothekerberuf ausübten, erfahren wir etwas mehr auch von der Löwenapotheke, da nun die Akten etwas zahlreicher und ausführlicher werden. Es seien genannt Det. Joh. Spicker, Apotheker, geb. 1768, Carl  Sieper, Apotheker, geb. 1795, Caspar Remink Smith, Apotheker und Schokoladenfabrikant, geb. 1802. Approbiert im Juni 1827, erhielt er im September des Konsession zur Fortführung der von ihm angekauften Spicker`schen Apotheke und wurde vereidigt. Smith zahlte an Spicker, der seit 1803 in Emerich war, für Haus und Garten 6000 Gulden sowie eine jährliche Lebensrente von 420 Talern. Spicker ist übrigens Mitglied des Gemeinderats gewesen. Die Löwenapotheke befand sich damals noch nicht in der Gasthausstraße. Über die Zeit ihrer Errichtung lasen wir nichts genaueres, doch gibt Bürgermeister Westermann in einer Übersicht dem Landrat an, daß sie etwa 40 Jahre bestehe (1835), während die Adlerapotheke über 100 Jahre alt  und im Besitz der Familie von Gimborn sei. Danach dürfte die Löwenapotheke um 1795 gegründet worden sein. Sie befand sich in ebenfalls wie die Adlerapotheke in der Steinstraße. Wie der Bürgermeister im Oktober 1827 an die Regierung berichtet betrieb Smith auch eine Schankwirtschaft, die jedoch von Apotheke und Laboratorium getrennt und überhaupt nach den für solchen Fall geltenden Vorschriften statthaft war.

Die beiden Apotheker Smith und von Gimborn beantragten im November 1830 aus wirtschaftlichen Gründen die Vereinigung ihrer Offizinen unter gemeinsamer Verwaltung durch den letzteren. Ein gemeinsames Laboratorium war schon lange unterhalten worden. Sie fanden dabei die Fürsprache des Bürgermeisters Westermann mit der Maßgabe sich bei einer Bevölkerungsziffer von 10.000 wieder zu trennen.  Die derzeitige Einwohnerzahl betrug 5.200. Die Vereinigung wurde unterm 9. Juni 1831 genehmigt und am 1.Juli 1831 durchgeführt. Der neue Betrieb hatte noch zwei Gehilfen. Smith kümmerte sich mehr um seine Schankwirtschaft.

Von Gimborn betrieb nebenbei ein Materialhandlung, anscheinend im selben Geschäft, was behördlich untersagt worden ist. Praktisch befanden sich nun zwei Apotheken unter seiner Führung, ein Zustand, bei dem mancherlei Beschwerden laut wurden u.a. auch von den beiden Ärzten Rock und van Eynden. Daher sah sich die Regierung zu einer Revision veranlasst. Dieselbe hatte ein recht günstiges Ergebnis. Der Versuch eines Auswärtigen eine

weitere Apotheke zu eröffnen fand keine Gegenliebe bei der Behörde. Vielmehr regte das Staatsoberhaupt bereits im September 1832 dem Landrat von Bernuth gegenüber die Trennung der beiden Apotheken zu einem spätern Termin an. Als dieselbe nach einigen Jahren beantragt wurde, wurde ihr im Jahre 1838 zum  1. Mai 1940 stattgegeben. Während die Adlerapotheke an ihrem bisherigen Platze verblieb, kam die Löwenapotheke in Gasthausstraße (alte Hausnummer 529), wo sie bis heute (1939) also rund 99 Jahre befindet. In der Löwenapotheke folgte auf Smith als Inhaber Heinrich Müller, der die Apotheke 1861 an Rauch verkaufte. Von diesem kam sie 1866 an Hermann van Gelder, von dem sie Gottfried Blümlein im August 1886 käuflich erwarb. Blümlein hatte seine Ausbildung in Geldern, Düsseldorf, Hamburg, Krefeld und im Laboratorium von Fresenius in Wiesbaden genossen. Ferner studierte er an der Universität Freiburg und bestand das Staatsexamen im Jahre 1885. Danach war er in der Schweiz, in Burgsteinfurt und Gerresheim tätig. Blümlein betrieb auch einen Betrieb chemisch-pharmazeutischer Präparate, deren Leitung er 1917 an seinen Sohn Wilhelm übergab. Während seiner Inhaberzeit bildete er 17 Praktikanten aus und versah außerdem zahlreich Ehrenämter in der Gemeinde. Die von ihm erworbene und ausgebaute Löwenapotheke, der er 51 Jahre seines Lebens gewidmet hat, übergab er am 17. April 1937 an seinen Sohn Ludwig. Sie befindet sich nun in der zweiten Generation in der Familie.“

Nachdem Herr Ludwig Blümlein die schon so traditionsreiche Löwenapotheke über 35 Jahre geleitet hat und ihre Existenz über den 2.Weltkrieg hin gerettet hat übergab er sein Familienunternehmen an die Apothekerin Sigrid Blümlein, der Frau seines Sohnes Klaus Blümlein. Sigrid Blümlein studierte an  Universität Bonn, an der sie im Jahre 1966 ihr Staatsexamen ablegte. 1972 wurde die Löwenapotheke in ihre Hände gelegt. Klaus Blümlein, ebenfalls Apotheker, studierte an der Hochschule Würzburg, das Staatsexamen folgte im Jahre 1961, fasste den Entschluß ebenfalls auf eigenen Füßen stehen zu wollen und eröffnete am 13. August 1963 die Sonnen-Apotheke am Kleinen Löwen. Zu dieser Zeit existierten vier Apotheken in Emmerich. Die Kinder der Familie Blümlein waren der Naturwissenschaft ebenfalls nicht fremd. Tochter Corinna Blümlein erreichte ihre Approbation als Apotheker im Jahre 1997, Sohn Ingo Blümlein im Jahre 1999.Beide studierten an der Feien Universität der Stadt Berlin, Corinna Blümlein konnte sich dem Banne dieser Stadt nicht entziehen und arbeitet zeitweilig in der Reineckapotheke im Ortsteil Berlin-Steglitz. Wirtschaftliche Gründe zwangen Frau Sigrid Blümlein, die schon seid über 150 Jahre bestehende Löwenapotheke zu schliessen. Nach 37 Jahren Sonnen-Apotheke unter der Leitung von Apotheker Klaus wird nun der Betrieb an  die vierte Apothekergeneration im Hause Blümlein übergeben. Ingo Blümlein übernimmt am 2.Januar 2001 die Sonnenapotheke und befindet sich auf dem Weg in die 4. Generation.

Ingo Blümlein:

Ich habe die Apotheke am 2.Januar 2001 übernommen. Es hat sehr viele Spaß gemacht, sich den Herausforderungen des modernen Apothekenwesens zu stellen, mit all den Höhen und Tiefen und der vielen Arbeit.
Es war im Winter 2013/2014 als mich beim Schwimmkurs meiner Tochter in der Wartezeit Gesprächen über die Zukunft der Apotheken geführt habe. Wir haben viel über den Einstieg in den Versandhandel diskutiert und ich kam zu dem Entschluss, diesen Versuch zu wagen in den Versandhandel einzusteigen. Wir gründeten die Plattform www.arzneiprivat.de als Onlineshop der Sonnen-Apotheke. Da sich mit der Zeit zeigte, dass nicht nur Kunden aus Deutschland, sondern auch Kunden aus den Niederlande, Polen und Rumänien online Bestellung bei uns aufgegeben haben, wurde der Shop schließlich in andere Sprachen übersetzt. Arzneiprivat liefert deutsche Arzneimittel nach Polen, Rumänien, Spanien, Italien und in die Niederlande sowie alle anderen EU Länder.

Die Sonnen-Apotheke als Apotheke vor Ort in Emmerich ist nun mit dem Online Shop arneiprivat gewachsen und 18 Mitarbeiter aus Emmerich freuen sich auf Sie.

Ihr Apotheker Ingo Blümlein

 

 

Bei Arzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Bei Tierarzneimitteln: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.

1 Upload starten

2 Apothekenverkaufspreis (AVP). Der AVP ist keine unverbindliche Preisempfehlung der Hersteller. Der AVP ist ein von den Apotheken selbst in Ansatz gebrachter Preis für rezeptfreie Arzneimittel, der in der Höhe dem für Apotheken verbindlichen Arzneimittel Abgabepreis entspricht, zu dem eine Apotheke in bestimmten Fällen (z.B. bei Kindern unter 12 Jahren) das Produkt mit der gesetzlichen Krankenversicherung abrechnet.
Im Gegensatz zum AVP ist die gebräuchliche UVP eine Empfehlung der Hersteller.

3 Preise inkl. MwSt. ggf. zzgl. Versand

4 Preis solange der Vorrat reicht

5 * Sparpotential gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers (UVP) oder der unverbindlichen Herstellermeldung des Apothekenverkaufspreises (UAVP) an die Informationsstelle für Arzneispezialitäten (IFA GmbH) / nur bei rezeptfreien Produkten außer Büchern.

Zurück

Wenn Sie in unserem Shop ein Benutzerkonto einrichten, werden Sie schneller durch den Bestellvorgang geführt, können Ihren bisherigen Bestellablauf verfolgen und vieles mehr.

Registrieren
Zurück
Der Warenkorb ist noch leer.
{{ productName }} ist nicht rabattierfähig.

{{ added.quantity }}x {{ added.item.name }} wurde Ihrem Warenkorb hinzugefügt.

Zur Kasse Warenkorb bearbeiten
Gutschein ():
Zwischensumme
Bis zur Versandkostenfreigrenze fehlen
0,00€
Zur Kasse Warenkorb bearbeiten Zahlung mit PayPal
Zurück